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27. Dezember 2017

[Rezension]: "Starfall. So nah wie die Unendlichkeit" von Jennifer Wolf






Originaltitel: Starfall. So nah wie die Unendlichkeit
Preis:        -     (Taschenbuch)
             € 3,99 (eBook)
Verlag: impress (Carlsen)
Erscheinungsdatum: 07. Dezember 2017
Seitenanzahl: 325
Reihe: -
Bewertung: **** (4) 









**Zwischen uns nur die Sterne** 

Die 17-jährige Melody lebt mit ihrer Familie innerhalb einer Militärbasis von Washington D.C. und führt ein abgesichertes, geschütztes Leben, als das Undenkbare passiert: Ein UFO stürzt aus dem Himmel und legt mitten in der Hauptstadt der Vereinigten Staaten eine Bruchlandung hin. Während wie von Geisterhand alle Glasscheiben zu Bruch gehen, der Strom schlagartig ausfällt und in den Straßen das Chaos ausbricht, geht plötzlich alles rasend schnell. Melodys Bruder wird schwerverletzt wegtransportiert und ihre Mutter übernimmt als Ärztin des Militärkrankenhauses die Behandlung der außerirdischen Neuankömmlinge. Und dann soll auch noch ausgerechnet Melodys Familie am Projekt ›Ohana‹ teilnehmen und einen vollkommen traumatisierten Jungen aus dem All aufnehmen… 

»Starfall. So nah wie die Unendlichkeit« ist ein in sich abgeschlossener Einzelband.



Einzelband ~ Liebe entgegen aller Widrigkeiten ~ aktuell

Eigentlich wollte ich den neuen Roman von Jennifer Wolf gar nicht lesen, da ich aktuell nicht unbedingt auf Sci-Fi-Romane fokussiert bin. Da mir aber nahezu alles von der Autorin gefällt, habe ich das eBook sofort auf meinen eReader geladen und innerhalb von nur zwei Tagen verschlungen. In "Starfall" geht es nämlich eher um die Geschichte von Melody und Neven, während Sci-Fi Elemente fast komplett in den Hintergrund rücken. 

Als ein UFO mitten in Washington DC abstürzt, bricht das heillose Chaos aus. Die Insassen sind teilweise so schwer verletzt, dass sie in das Militärkrankenhaus gebracht werden, in dem auch Melodys Mutter als Ärztin arbeitet. Diese wird auch eine der ersten Teilnehmerinnen des Projektes "Ohana" und bringt, sehr zu Melodys Leid, einen traumatisierten Jugendlichen mit nach Hause.

Melody tritt zu Anfang wie ein typischer Teenager auf. Sie ist zickig, wütend und alles andere als begeistert, einen Fremden in ihr Heim aufzunehmen. Zu allem Überfluss ist diese Spezies auch noch daran Schuld, dass ihr Bruder schwer verletzt im Krankenhaus liegt. Doch mit der Zeit zeigt sich ihre liebevolle und tolerante Seite und sie beginnt förmlich über sich hinaus zu wachsen.  
Über Neven selbst erfährt man eigentlich nicht ganz so viel, aber mit der Zeit kommen immer mehr kleinere Dinge zum Vorschein, die ihn zu dem Protagonisten machen, der er am Ende ist. Er ist einfach nur verwirrt, verängstigt und hat unglaublich schlimme Dinge durchmachen müssen, die ihn tief geprägt haben.

Die Geschichte ist aus der Sicht von Melody in der Ich-Perspektive geschrieben. So lernt der Leser mit ihr zusammen den Alien Neven kennen. Zunächst abweisend und skeptisch, baut sich zwischen den beiden eine immer tiefer gehende Bindung auf.  Beim Lesen kommen so unglaublich viele Emotionen herüber: von Angst, über Wut bis hin zur Liebe. Entgegen meinen Erwartungen hätte ich so gerne mehr über die Aliens selbst und den fremden Planeten erfahren. Dies rückt nahezu komplett in den Hintergrund und wird durch die Liebesgeschichte zwischen Melody und Neven ersetzt. Wie schon erwähnt, war das Lesen für mich bis zu dreiviertel des Buches unglaublich emotional und ich bin mit Herzklopfen durch die Seiten geflogen. Leider erlebte ich den Rest des Buches als sehr gehetzt und gerade das Ende hat mir überhaupt nicht gefallen. Auch sollten meiner Meinung nach manche Dinge, auch bei Buchfiguren, privat bleiben ;) Zumindest in diesem Buch habe ich einige Szenen als sehr unpassend und störend empfunden. 

Trotzdem machen die ersten dreiviertel des Buches (fast) alles wieder gut. Eine unglaublich emotionale und wahre Geschichte, bei der sich so viel mehr zwischen den Zeilen lesen lässt. Auf dieser Ebene meiner Meinung nach bisher eines der besten Werke der Autorin, denn gerade im Hinblick auf das letzte Jahr merkt man, wie viel wirklich hinter den Sätzen und der Geschichte selbst steckt.



Jennifer Wolf lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in einem kleinen Dorf zwischen Bonn und Köln. Aufgewachsen ist sie bei ihren Großeltern und es war auch ihre Großmutter, die die Liebe zu Büchern in ihr weckte. Aus Platzmangel wurden nämlich alle Bücher in ihrem Kinderzimmer aufbewahrt und so war es unvermeidbar, dass sie irgendwann mal in eins hineinschaute. Als Jugendliche ärgerte sie sich immer häufiger über den Inhalt einiger Bücher, was mit der Zeit zu dem Entschluss führte, einfach eigene Geschichten zu schreiben.



         
   
 
 





1 Kommentar :

  1. Hallo Jana,
    ich bin über No Return auf Jennifer Wolf gestoßen und habe dann auch Starfall gelesen. Mir hat Starfall ganz gut gefallen, deine Kritikpunkte kann ich aber gut nachvollziehen.
    Viele liebe Grüße
    Yvonne

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