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10. September 2018

[Rezension]: Thunder. Donner meines Herzens // Laini Otis






Originaltitel: Thunder. Donner meines Herzens
ISBN: 978-3-646-60436-8
Preis: € 3,99 (eBook)
Verlag: impress (Carlsen)
Erscheinungsdatum: 7. Juni 2018
Seitenanzahl: 310
Reihe: Einzelband






**Wenn die Liebe heller scheint als jedes Gewitter**

Manchmal müssen gar nicht zwei Gegensätze aufeinander treffen, um einen emotionalen Sturm heraufzubeschwören. Manchmal reicht es schon, wenn sich ein Mädchen und ein Junge begegnen, die sich von der Außenwelt so sehr abheben, dass sie selbst den Donner im Herzen tragen. So geht es Lula und Fayn, als sie sich als Kinder zum ersten Mal in einem Feriencamp über den Weg laufen. Für Lula, die ständig das Gefühl hat, den Boden unter den Füßen zu verlieren, ist der emotionslose Fayn wie der rettende Anker im tosenden Meer. Doch obwohl sie daraufhin Jahr für Jahr zueinander finden wollen, legt ihnen ihre Umgebung immerzu Steine in den Weg. Bis ihre Herzen irgendwann alles übertönen…

//»Thunder. Donner meines Herzens« ist ein sich abgeschlossener Einzelband.//

"Thunder. Donner meines Herzens" war mein erstes Buch der Autorin aber ganz bestimmt nicht mein letztes. Schon nach den ersten Sätzen wusste ich: dieses Buch wird mir gefallen und ich wurde letztendlich nicht enttäuscht.

Lula und Fayn haben beide ihre ganz eigenen Päckchen zu tragen und sind bereits als sie sich das erste Mal in einem Feriencamp begegnen, nicht wie die anderen Kinder. Über die Jahre hinweg werden beiden immer wieder Steine in den Weg gelegt, von ihnen selbst oder von anderen. Die beiden verlieren sich und finden zueinander. Spenden sich gegenseitig Halt in Zeiten, in denen es sonst niemand tut. Und trotzdem scheint das nicht genug zu sein...

Lula und Fayn habe ich sofort lieb gewonnen. Lula ist zu Anfang des Buches ein ganz besonderes kleines Mädchen, das vor allem eines hat: große Angst. Ich war so froh, dass Fayn da war, um sie zu beschützen. Im Laufe des Buches macht sie eine große Entwicklung durch, die mir sehr gefallen hat. Und doch merkt man, dass sie kaum die Möglichkeit hatte, ihre Kindheit richtig auszuleben. Fayn ist insgeheim ein herzensguter Mensch, auch wenn er das nicht zeigen kann. Denn er leidet unter einer Krankheit, bei der er keine Gefühle spürt. Im Laufe des Buches wird deutlich, mit welchen Schwierigkeiten er wirklich zu kämpfen hat...

Der Schreibstil von Laini Otis hat mir unglaublich gut gefallen. Er ist sehr flüssig und bildhaft beschrieben, fast schon poetisch. Die Geschichte ist abwechselnd aus der Sicht von Lula und Fayn in der Ich-Perspektive geschrieben. Sie beginnt in ihrer Kindheit und durch die Kapitelunterschrift weiß man immer, in welchem Alter sich die Beiden gerade befinden. Außerdem halten die Beiden zeitweise Briefkontakt und diese Briefe dürfen wir als Leser ebenfalls lesen.
Das Buch ist fesselnd und emotional. Es hat mich wirklich berührt und wird definitiv nicht mein letztes der Autorin gewesen sein. Wir begleiten Lula und Fayn auf ihrem steinigen Weg vom Kindes- zum Erwachsenenalter, lernen ihre Familien lieben und wahrlich hassen und die beiden Protagonisten verstehen.

Warum dann "nur" vier Sterne? Mir haben tatsächlich einige Informationen über Fayns Krankheit gefehlt. Lulas konnte ich sehr gut nachempfinden und auch Fayns, aber nur in Maßen. Hier hätte ich mir einfach mehr Hintergrundinformationen gewünscht...



Laini Otis ist das Pseudonym einer musikverrückten Mittdreißigerin, deren Geschichten alle eines gemeinsam haben: sie beginnen mit einem Song. Ein Song, der während des Schreibens zu einem Soundtrack wird, der den Herzschlag der Geschichte wiedergibt. Neben dem Schreiben und der Musik begeistert sich die Autorin für das Fotografieren und die traumhaften Inseln Hawaiis.










                       

Kommentare :

  1. Oh, das Buch hört sich sehr gut an! Das kommt definitiv auf meine Wunschliste! :)
    Liebst, Lara von Fairylightbooks :)

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    1. Das ist die richtige Entscheidung :)
      Liebe Grüße, Jana.

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  2. Hallo:)

    Das Buch klingt echt interessant! Das mit der Krankheit des Protagonisten kann ich mir gar nicht richtig vorstellen, wie das im Buch umgesetzt wird. Das bietet auf

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  3. *ups, ich bin ausversehen auf veröffentlichen gekommen, obwohl ich noch gar nicht fertig war mir schreiben :D
    Jedenfalls wollte ich sagen, dass das bestimmt viel Raum für Neues bieten kann, da es, finde ich, etwas ist, was nicht in jedem Buch vorkommt.

    So, jetzt bin ich fertig:D
    Hoffentlich ist es nicht zu unübersichtlich.

    Liebe Grüße
    Sabrina von The Magnificence of Books
    https://themagnificenceofbooks.blogspot.com/

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    1. Huhu Sabrina,
      nein, dein Kommentar ist nicht zu unübersichtlich xD
      Da bin ich ganz deiner Meinung. Ich finde hier ist die Umsetzung, bis auf kleine Kritikpunkte, wirklich gut gelungen und vor allem die Emotionen kamen wirklich an. Ich fand es total spannend, so etwas zu lesen und habe mich tatsächlich auch neben dem Buch weiter mit der Thematik beschäftigt...

      Liebe Grüße, Jana.

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