[Rezension]: "The Ivy Years. Bevor wir fallen" von Sarina Bowen (01)

14. April 2018






Originaltitel: The Year We Fell Down: A Hockey Romance
Preis: € 12, 90 (Paperback)
            €    9,99 (eBook)
Verlag: LYX
Erscheinungsdatum: 29. März 2018
Seitenanzahl: 311
Reihe: The Ivy Years ~ Band 1 von 2
Bewertung: *** (3) 






Seit einem Sportunfall ist Corey Callahan auf den Rollstuhl angewiesen, doch ihren Platz am renommierten Harkness College will sie auf keinen Fall aufgeben! Im Wohnheim trifft sie auf Adam Hartley – aus dem Zimmer direkt gegenüber. Corey weiß augenblicklich, dass sie das in Schwierigkeiten bringen wird: Denn auch wenn Corey sich von niemandem besser verstanden fühlt als von Adam und sie sich sicher ist, dass es ihm genauso geht – für sie beide gibt es keine Chance...



verschenktes Potenzial ~ typisch New Adult ~ (scheinbare) Diversität

Auf die neue Reihe von Sarina Bowen habe ich mich seit über einem halben Jahr gefreut und konnte es überhaupt nicht erwarten, in die Geschichte von Corey und Adam einzutauchen. Denn eine Geschichte mit diesem Schicksal habe ich in der Form noch nicht gelesen und so hatte ich auch wirklich hohe Erwartungen.

Corey sitzt seit einem Unfall beim Eishockey im Rollstuhl. Trotzdem will sie ihr Stipendium auf dem Harkness College, wo auch ihr Bruder studiert hat, nicht aufgeben. Dort trifft sie auf Adam, der ebenfalls durch einen Unfall auf Krücken angewiesen ist und deshalb kurzerhand im selben Wohnheim einquartiert wird. Doch auch wenn sich Corey und Adam besser verstehen als alle anderen, kann aus ihnen nicht mehr als Freunde werden...

Corey ist sehr sympathisch, freundlich und eine starke Protagonistin. Sie hasst Mitleid und möchte am liebsten alles alleine schaffen und niemals um Hilfe bitten. Dadurch blieb sie für mich etwas blass und undurchsichtig, was aber auch mit der Geschichte im Allgemeinen zusammen hängen könnte. Leider tritt sie anderen Menschen sehr mit Vorurteilen gegenüber und ihre Sichtweise ist sehr oberflächlich, was meiner Meinung nach Null zu einem Charakter wie Corey passt. 
Adam ist der coole Sportlertyp und doch steckt viel mehr in ihm. Er ist sensibel, hilfsbereit und hat leider leider eine für dieses Genre typische Freundin: reich, wunderschön und zickig. 
Dana, Coreys Mitbewohnerin, mochte ich ebenfalls unheimlich gerne. Sie behandelt Corey ganz normal und macht einfach kein großes Ding daraus, dass ihre Mitbewohnerin und Freundin im Rollstuhl sitzt. 

Der Schreibstil von Sarina Bowen ist wie gewohnt sehr flüssig und die Geschichte lässt sich auch relativ schnell lesen. Sie ist abwechselnd aus der Sicht von Corey und Adam in der Ich-Perspektive geschrieben, wobei ich sagen muss, dass ich hier beim Schreibstil keinen wirklichen Unterschied feststellen konnte - und gerade das macht meiner Meinung nach einen gelungenen Perspektivenwechsel aus. 
Leider scheint sich die Autorin nicht groß mit dem Thema Behinderung auseinander gesetzt zu haben. Denn außer der Protagonistin im Rollstuhl liest sich dieser Roman wie jeder andere. Mir haben Informationen und Einblicke in Coreys Leben und ihre Lebensweise sowie Hürden und Schwierigkeiten gefehlt und insgesamt einfach eine Auseinandersetzung mit dem Thema selbst. Auch das Ende hat mir eher weniger zugesagt. Es war einfach zu schnell und vor allem zu viel Happy End auf einmal.

Insgesamt hätte ich mir mehr Details, mehr Emotionen und mehr Tiefe gewünscht. Auch die Anziehung und Annäherung zwischen den Protagonisten ist bei mir nicht wirklich angekommen. Der Roman hat mir gut gefallen, ist aber eben doch nur wie jedes andere Buch in diesem Genre und noch dazu ziemlich oberflächlich. Da ich mich so sehr auf die Geschichte von Corey gefreut habe, wurde ich leider etwas enttäuscht. Den zweiten Band werde ich wahrscheinlich trotzdem lesen, da ich Bridger, Adams besten Freund, ziemlich cool fand...

Sarina Bowen ist Bestsellerautorin, Gewinnerin des RITA Awards für zeitgenössische Liebesromane und hat bereits ein Dutzend romantischer Romane geschrieben. Sie lebt in Vermont, zusammen mit ihrer Familie, zehn Hühnern und viel zu viel Ski- und Eishockeyausrüstung.














   ET: 29. Juni 2018 
                                              

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen