[Rezension]: "Stronger. Mia & Josh" von Ina Taus (2)

26. Januar 2018






Originaltitel: Stronger. Mia & Josh
Preis:  € 14,00 (Taschenbuch) ~ ET: 09.02.2018
             €   3,99 (eBook)
Verlag: Forever (Ullstein Buchverlage)
Erscheinungsdatum: 01.01.2018
Seitenanzahl: 305
Reihe: Napels-Pier-Reihe ~ Band 1
Bewertung: ***** (5)





Als ihr Freund völlig unerwartet mit ihr Schluss macht, ist Mia am Boden zerstört. Sie flieht zu ihrem großen Bruder und komplett verheult fällt sie kurz darauf dessen Mitbewohner in die Arme. Josh, der irgendwie aussieht wie Harry Styles und sie mit Eiscreme tröstet. Josh, der bald ihr bester Kumpel wird und den sie sich nicht mehr aus ihrem Leben wegdenken kann. Er schafft es mit seiner lustigen Art und seiner Aufmerksamkeit, Mias Herz nach und nach wieder zum Schlagen zu bringen. Leider ist Josh scheinbar schwul und Mia auch gar nicht bereit, sich wieder neu zu verlieben...



Differenzen ~ Freundschaften ~ Selbstfindung

"Stronger" ist eigentlich der zweite Teil der "Naples-Pier"-Reihe, kann aber auch gelesen werden ohne seinen Vorgänger zu kennen. Dann fehlt es einem lediglich ein wenig an Charakterkenntnissen. Dieser hat mir ja leider nicht ganz so gut gefallen, was allerdings nicht an der Geschichte selbst oder dem Schreibstil gelegen hat. Schaut euch sonst einfach nochmal die Rezension dazu an.
Die Geschichte um Mia und Josh hat mir im Gegensatz dazu nämlich sehr viel besser gefallen. 

Mia wird total überraschend von ihrem Freund verlassen und erfährt dann auch noch Dinge über ihn, die ihr den Boden unter den Füßen wegziehen. Sie beschließt eine kleine Auszeit zu nehmen und flieht zu ihrem Bruder, der gerade in eine Studenten-WG gezogen ist. Dort läuft sie Josh in die Arme, der sie sofort unter seine Fittiche nimmt. Zwischen den beiden entwickelt sich eine tiefe Freundschaft und Mia beginnt, langsam Gefühle für Josh zu entwickeln. Doch der scheint schwul zu sein...

Mia durfte man bereits im ersten Band kennen und lieben lernen. Sie war mir da schon unglaublich sympathisch und wirkte so glücklich in ihrer ersten Beziehung. Deshalb war ich umso überraschter, als ich das erste Mal von dem zweiten Band gehört habe. Mia ist sehr selbstbewusst und schlagfertig. Das Ende der Beziehung zieht sie mehr als runter und man merkt, das auch eine zarte Seite in ihr steckt.
Josh ist einfach wunderbar. Ob schwul oder nicht, jeder braucht einen Josh in seinem Leben! Er ist unglaublich sympathisch, liebevoll und humorvoll. Die Dialoge zwischen ihm und Mia, aber auch zwischen ihm und seinen Mitbewohnern sind einfach zu gut. Seine Art ist einfach unbeschreiblich.

Der Schreibstil von Ina Taus hat mir wieder sehr gefallen. Er lässt sich sehr flüssig und schnell lesen, sodass ich das erste Mal seit langem ein Buch an nur einem Abend beendet habe. Die Geschichte ist erst aus der Sicht von Mia und danach aus der Sicht von Josh geschrieben, sodass man Einblick in beide Protagonisten erhält. Mir hat vor allem die Entwicklung von Mia sehr gut gefallen. Es geht nicht nur um den Verlust der ersten Liebe und Selbstfindung. Es geht auch um Differenzen in der Clique, wahre Freundschaften und die Entdeckung, was wirklich wichtig ist.
Die Autorin bedient sich an Klischees, ohne dabei die Geschichte ins klischeehafte gleiten zu lassen. Sowohl die Protagonisten als auch die Handlung bleibt immer authentisch und voller Witz. Natürlich ist auch "Stronger" nicht unglaublich tiefgründig, aber trotzdem konnte ich mich völlig in der Geschichte verlieren. 

Für mich hatte die Geschichte um Mia einfach alles. Zauberhafte Protagonisten, eine spritzige Handlung und das ständige Gefühl von Herzklopfen. Auch ein Wiedersehen mit alten Bekannten und das Bonuskapitel über Mason und Jackson haben mir sehr gefallen. Ganz klar mein Monatshighlight.


Ina Taus wurde 1986 geboren und lebt mit ihrer Familie in Österreich. Beruflich jongliert sie mit Zahlen, weshalb das Eintauchen in andere Welten ein guter Ausgleich dazu ist. Den Weg ins Wunderland hat sie noch nicht gefunden, wird aber nie damit aufhören weiße Kaninchen zu verfolgen, um irgendwann doch noch dort zu landen. Durch das Lesen wurde sie früh zu einer großen Geschichtenerzählerin, deshalb war für sie klar, dass sie ihr Leben mit dem Schreiben eigener Bücher bunter gestalten will.








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