[Rezension]: "Land of Gods. Die Kinder vom Olymp" von Alia Cruz (02)

23. Januar 2018






Originaltitel: Land of Gods. Die Kinder vom Olymp
Preis: €         -    (Softcover)
             €     3,99 (eBook)
Verlag: impress (Carlsen)
Erscheinungsdatum: 04. Januar 2018
Seitenanzahl: 272
Reihe: Gods ~ Band 2
Bewertung: ** (2.5) 






**Wenn nur ein Mensch dein göttliches Herz besänftigen kann…**

Als Schönste der Schönsten im Luxus des Olymps leben und die Herrschaft über die gesamte Menschheit übernehmen, das wurde der Halbgöttin Liliana von Zeus versprochen. Nur dafür hat sie die versunkene Insel Atlantis verlassen und keinen der um sie in Arenakämpfen ringenden Jungen zum Mann genommen. Doch der Zugang zum Olymp ist versperrt und der Göttervater Zeus schwächer denn je. Stattdessen lebt Liliana nun auf einem künstlichen Olymp inmitten Griechenlands und versinkt immer tiefer in ihrer eigenen Wut und Einsamkeit. Bis der Todesgott Hades ihr einen Sklaven zum Geschenk macht – einen athletischen Straßenkämpfer, mit dem sie ihre Fähigkeiten üben soll und der sie einen ganz neuen Blick auf die Menschen werfen lässt…



göttlich ~ unsympathisch ~ langatmig

Band 1 "Isle of Gods. Die Kinder von Atlantis" habe ich kurz nach seinem Erscheinen gelesen. Ich fand ihn ganz gut und hatte mir im zweiten Teil noch eine Steigerung erhofft, da mich die Protagonistin schon im Band zuvor gereizt hat. Leider wurde ich ziemlich enttäuscht...

Im zweiten Teil der Reihe geht es um Liliana, die mit Zeus, Hades und Thanatos mit auf unsere Welt gegangen ist, in der Hoffnung, in naher Zukunft auf dem Olymp über diese zu herrschen. Doch die Götter sind geschwächt und es scheint, als wäre auch sie nur Teil eines größeren Plans. Doch dann stellt ihr Hades einen Sklaven zur Seite, Silas, der unbekannte Gefühle in ihr weckt...

Liliana ist die Tochter einer Walküre und eines Menschen und somit eine Halbgöttin. Sie strebt nach Macht und das einzige Gefühl das sie kennt, ist Wut. Zu Anfang wirkt sie sehr egoistisch und unsympathisch, aber mich hat sie, wie schon erwähnt, von Anfang an in ihren Bann gezogen. Denn in ihr steckt viel mehr, als es zunächst den Anschein hat.
Über Silas erfährt man tatsächlich nicht ganz so viel. Er ist in Heimen und bei Pflegeeltern groß geworden und hat sich irgendwann einer Straßengang angeschlossen. Silas ist ein sehr guter Messerwerfer und der einzige der es schafft, Liliana zu berühren und zu ihr durchzudringen. 
Auch Isabell und Quinn, die Hauptprotagonisten aus dem ersten Band, spielen wieder eine mehr oder weniger große Rolle, was mich sehr gefreut hat. Leider hatte ich das Gefühl, dass es nicht mehr die selben Personen sind, die die Insel Atlantis verlassen haben. Vor allem Isabell wirkte dort so viel sanfter und sympathischer.
Leider hatte ich große Probleme, mich in die aufgebaute Welt mit den Göttern zurecht zu finden. Mir waren diese viel zu unsympathisch und einfach nur abschreckend. Auch mit ihrem Verlauf in der Handlung bin ich absolut nicht klar gekommen. Vielleicht war es auch keine gute Idee, parallel das Hörbuch zu Percy Jackson zu hören. Denn an die Gestaltung von Rick Riordan kommt einfach niemand heran. 

Der Schreibstil ist sehr flüssig, aber trotzdem hat es sehr lange gedauert, bis ich die Geschichte beendet hatte. Sie ist aus der Sicht aller vier Protagonisten in der Er/Sie - Perspektive geschrieben. Zuerst war ich von der Geschichte wirklich begeistert und auch die Entwicklung, die Liliana im Laufe der Handlung macht, hat mir sehr gefallen. Leider hat sich die Geschichte schon nach einigen Kapiteln nur noch gezogen und mich hat es auch gar nicht mehr interessiert, wie es weiter geht. 

Insgesamt hat mir der Verlauf der Geschichte überhaupt nicht zugesagt. Die Autorin hat tolle Protagonisten erschaffen und ihnen Leben eingehaucht, was für mich leider nicht gereicht hat. Andere wird das Buch und die gesamte Reihe mit Sicherheit begeistern können. Mich hat es leider nicht überzeugt. Deshalb vergebe ich 2.5 Eulen....


Alia Cruz lebt in Oberhausen. Lange Zeit hat die Autorin als Tierheilpraktikerin und Tierpsychologin gearbeitet. Seit 2016 widmet sie sich hauptsächlich ihrer schriftstellerischen Tätigkeit. Daneben hat sie auch ihr zweites Hobby zum Beruf gemacht und arbeitet als Journalistin im Galoppsport. Da Pferderennen ihre Leidenschaft sind, reist sie auch gerne zu großen Renntagen außerhalb Deutschlands. Aber dabei darf das Lesen nie zu kurz kommen.




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