[Rezension]: "Monstermagie" von Lisa Rosenbecker

9. Februar 2018






Originaltitel: Monstermagie
Preis: €         -    (Softcover)
           €       3,99 (eBook)
Verlag: impress (Carlsen)
Erscheinungsdatum: 04. Januar 2018
Seitenanzahl: 348
Reihe: -
Bewertung: ***** (5) ♥ 






**Monster zum Verlieben**

Ein Monster mit magischen Fähigkeiten adoptieren? In der Welt der 19-jährigen Leah gar kein Problem. Als Inhaberin von »Monsters & Glue« sucht sie für verlassene oder abgegebene Monster eine neue Familie. Aber mit dem friedlichen Alltag ist es vorbei, als zwei seltsame Fremde auftauchen, die sich nach Monstern mit besonderer Magie erkundigen. Allein der mysteriöse Blake, der sich plötzlich ungefragt in Leahs Leben einmischt, scheint mehr über die beiden zu wissen. Doch auch seine Geheimnisse könnten für Leah und ihre Monster gefährlich werden…



monstermagisch ~ außergewöhnlich ~ zuckersüß

Eigentlich war mein erster Gedanke zu "Monstermagie": so etwas lese ich nicht. Aber irgendwie hat mich der Klappentext dann total angesprochen und ich wurde nicht enttäuscht. Manchmal sollte man eben doch etwas ausprobieren und erlebt dann vielleicht sogar eine Überraschung.

Die 19-jährige Leah hat vor kurzem das Heim für besondere Monster "Monsters & Glue" von Mr. Lambers übernommen. Doch dieser scheint ihr auch einige Geheimnisse hinterlassen zu haben, denn als plötzlich zwei Fremde und auch der mysteriöse Blake in ihrem Heim auftauchen, beginnt das Chaos. Und Leah muss lernen, sich selbst zu finden und in der Lage sein, wichtige Entscheidungen zu treffen...

Leah war mir von Anfang an sympathisch. Sie wirkt zunächst schüchtern und unsicher, zeigt aber in vielen Momenten wahre Stärke. Sie erkennt im Laufe der Zeit, was wirklich wichtig ist und setzt sich unglaublich für ihre Monster ein. Ihre Charakterentwicklung hat mir wirklich sehr gefallen.
Über Blake erfährt der Leser zusammen mit Leah im Laufe der Geschichte immer mehr. Es ist wirklich süß, wie die Monster ihn vergöttern und so habe auch ich den geheimnisvollen Jungen sehr schnell in mein Herz geschlossen. 

Die Geschichte hat sich insgesamt in eine ganz andere Richtung entwickelt, als ich erwartet hatte. Und das, obwohl ich nicht einmal große Vorstellungen davon hatte, wie sie sich entwickeln würde.
Der Schreibstil von Lisa Rosenbecker ist wirklich sehr leicht und flüssig. Ich war teilweise so gefangen von der Geschichte, dass ich ganze dreimal meine Haltestelle verpasst habe (das ist ein Rekord!). Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Sicht von Leah aus der Ich-Perspektive erzählt, wechselt aber Abschnittsweise zu Blake. Das fand ich sehr gelungen, da man so auch die Geschehnisse außerhalb von Leahs Welt im Auge behält. Der Spannungsaufbau beginnt sehr sachte und nimmt erst nach der Hälfte des Buches richtig an Fahrt auf, was aber überhaupt nicht schlimm ist. Das Ende ging mir eventuell ein wenig zu schnell und war mir zu hingebogen, allerdings habe ich das erste Mal seit langem schluchzend vor meinem eReader gesessen - und das macht wirklich alles wieder wett.

Ich mag Leah. Ich mag Blake. Ich liebe die Monster und die Geschichte. Ich wollte zwar nicht durchgehend wissen wie es weiter geht, aber aufhören zu lesen konnte ich trotzdem nie. Eine klare Leseempfehlung für Monstermagie!



Biologie studieren, Blog betreiben, Bücher schreiben – So entwickelte sich die Liebe zum Schreiben bei Lisa Rosenbecker. Gelesen hat sie schon immer gerne, aber das Erschaffen von eigenen Welten wurde erst im Studium ein Thema, nachdem sie schon einige Jahre über Literatur gebloggt hatte. In ihrem Lieblingsfach Bio fehlte neben all dem theoretischen Wissen die Magie, die sie daraufhin kurzerhand einfach selbst erschuf und in ihre Bücher verpackte. Heute kann sie sich ein Leben ohne sie gar nicht mehr vorstellen.

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