[Rezension]: "Wie Romeo und Julia" von Rachael Wing

17. Mai 2014






Originaltitel: Star Crossed
Preis: € 9,95 [D]
Ausgabe: Taschenbuch
Seitenanzahl: 218
Reihe: Einzelband
Bewertung: *** (3)
Verlag: Schneider
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„Die Trennlinie ist oft so dünn, dass ein einziger Blick genügt, um die Waagschale in die andere Richtung zu bewegen, und plötzlich … plötzlich geschieht das Unmögliche.“ (Seite 61)

Die fünfzehnjährige Jennifer weiß, dass sie dazu berufen ist, Schauspielerin zu werden. Jetzt hat sie die Chance ihres Lebens: Sie spielt die Hauptrolle in der Schulaufführung von Romeo und Julia! Aber ihre Superlaune ist wie weggeblasen, als sie erfährt, wer den Romeo spielt: ausgerechnet Chris Banner, der Typ, den sie hasst wie die Pest. Und das nicht nur, weil seine und Jennifers Familie seit Jahren im Clinch liegen. Was nun? Soll sie die Rolle hinschmeißen? Aber das kommt für Jen überhaupt nicht in Frage. Nicht mal, wenn sie sich verlieben würde ...

„Wenn diese Stunde nicht bald aufhört, dann spring ich irgendwann noch aus dem Fenster, nur um zu sehen, ob ich fliegen kann ...“

Wie der Titel natürlich schon vermuten lässt, hat die Story einen Bezug zu Romeo und Julia. An Jennifers Schule wird das Stück "Romeo und Julia" aufgeführt. Sie träumt schon seid sie ein kleines Kind ist davon, einmal die Julia spielen zu dürfen. Doch wie es kommen muss, bekommt Chris Banner die Rolle des Romeos. Wie im eigentlichen Stück sind Jennifers und Chris Familie seit Jahren verfeindet, weshalb es zu einigen Zwischenfällen kommt. Aber wie die Englisch-Lehrerin Mrs. Walker so schön sagt: "Liebe und Hass liegen dicht beieinander."
Neben dem Kampf mit Chris, der sie oft zur Weißglut bringt, muss sie außerdem mit Steve, einem Schüler aus der Oberstufe klar kommen, der ihr immer wieder nachstellt. Aber auch ihre Gefühle spielen in Chris Nähe ganz schön verrückt, was Jen natürlich stark abstreiten. Zum Glück steht ihr ihr bester und homosexueller Freund Ruben immer zur Seite.
Obwohl Rachael Wing erst vierzehn Jahre alt war, als sie den Roman angefangen hat, schreibt sie überraschend echt und stilsicher. Trotzdem merkt man ihr an einigen Stellen ihr Alter an, indem sie versucht reifer und Erwachsener zu schreiben, was ihr aber leider nicht gelingt. Auch die Protagonistin wirkt trotz ihren sechzehn Jahren manchmal etwas unreif und kindlich.
Dennoch gefällt mir die Idee der Geschichte. Durch diverse Rückblenden, welche die Kindheit beider Väter wiederspiegeln, erfährt man auch warum die Familien im Clinch liegen. Außerdem wird auch das Theaterstück durch Zitate von Shakespeares "Romeo und Julia" aufgepeppt.
Im großen und ganzen konnten mich die Protagonisten zwar nicht ganz überzeugen, sehe das Buch aber als eine nette Geschichte, die man mal schön nebenbei lesen kann.
Deshalb bekommt der Roman 3 von 5 Eulen :)


Rachael Wing geht noch zur Schule. Sie war erst vierzehn, als sie die ersten Kapitel von "Wie Romeo und Julia" auf eine Autoren-Website stellte. Der englische Verlag, der sie dort entdeckte, war von ihrem Talent beeindruckt. Rachael war schon immer eine Leseratte. Viel lesen hilft, einen eigenen Stil bei Schreiben zu entwickeln, sagt sie. Und sie hat noch weitere Hobbys: Sie nimmt Schauspielunterricht einschließlich Tanz und Gesang. Wie sie das alles schafft? Mithilfe von Schokolade...


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